Die schleswig-holsteinische Regierungskoalition aus SPD, Bündnis 90 / DIE GRÜNEN und SSW hat – neben weiteren gleichstellungspolitischen Initiativen – einen Aktionsplan gegen Homophobie im Koalitionsvertrag verankert. Im Dezember 2013 stellte der Landtag hierfür 50.000 Euro für das Jahr 2014 zur Verfügung. Im Januar 2014 flankierte er die Haushaltsmittel mit Eckpunkten.

Seit Mai 2013 ist der LSVD Schleswig-Holstein im Gespräch mit dem Sozialministerium zu Eckpunkten für den Aktionsplan gegen Homophobie. Nach dem Landtagsbeschluss vom Januar 2014 haben wir dem Sozialministerium ein Konzept präsentiert, das auch den Politikerinnen und Politikern im Kieler Landtag vorgestellt wurde. Grundlage ist der Planungs-Workshop, zu dem der LSVD Schleswig-Holstein im September 2013 alle Initiativen, Verbände und Vereine aus diesem Bereich eingeladen hatte. 

Bereits seit vielen Jahren fördert Schleswig-Holstein Initiativen für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transidente mit Haushaltmitteln, über viele Jahre davon auch mit Beträgen deutlich über 100.000 Euro. Daraus sind auch bereits Maßnahmen gegen Homophobie entstanden. Darüber hinaus existieren insbesondere aus den Veröffentlichungen der „Landesweiten Lesbenarbeit“ 1998 bis 2011 Grundlagen für die künftige Arbeit.

Der Aktionsplan sollte daher etwas Neues darstellen. Der Fokus liegt auf der Bekämpfung von Diskriminierung und Homophobie, d.h., auf Maßnahmen, die sich vorrangig nach „außen“ richten – etwa Informationen, Umsetzungsmöglichkeiten, Chancen, sich zu solidarisieren etc.