neue Respekt! erschienen

Heute ist die letzte 2011er Ausgabe der Respekt! erschienen, mitsamt einem Beitrag zur Landtagswahl 2012 in Schleswig-Holstein.

(…) Schleswig-Holstein hat das Lebenspartnerschaftsrecht umgesetzt, in Sachen Rentenversicherung, Beamtenrecht und alle möglichen anderen gesetzlichen und juristischen Errungenschaften. Woran es noch fehlt, ist vielerorts die Selbstverständlichkeit, lesbisch zu sein. Oder schwul, bisexuell, transsexuell, intersexuell. Queer. Es fehlen auch handfeste Realitäten für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle (…)

Schleswig-Holstein vor der Wahl

Vielfalt zwischen den Meeren

Schleswig-Holstein ist ein weltoffenes Land. 17 Jahre roter und rot-grüner Regierungen haben bis 2005 einiges bewegt und die Veränderungen in Folge des Lebenspartnerschaftsgesetzes haben den Norden erreicht. Zu den nächsten Landtagswahlen am 6. Mai 2012 wird der LSVD natürlich konkrete Forderungen an die Parteien formulieren, ebenso wie andere Vereine und Verbände.

Rechtliche Gleichstellung kann nicht alles sein – ebenso wie Gleichstellung von Frauen und Männern nicht 1918/1919 mit dem Frauenwahlrecht erreicht war, wie Menschenwürde für marginalisierte Gruppen auch nach Inkrafttreten des Grundgesetzes 1949 immer wieder neu erkämpft werden muss, so ist für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle (LGBTI) gesellschaftliche Gleichstellung immer eine Frage des Alltags. Tatsächlich gibt es den einen offensichtlichen Graben nicht oder nicht mehr, der das Einstehen für die Rechte von LGBTI Personen – eher links – und das Festhalten an angeblich traditionellen heterosexuellen Lebensweisen – eher rechts – trennt. Deutlich wird das beim Blick über die Grenzen.
Schleswig-Holstein vor der Wahl weiterlesen

Landtag: Anhörung “Künstliche Befruchtung ermöglichen”

Im Landtag findet zurzeit eine schriftliche Anhörung zum Thema „künstliche Befruchtung“ statt. Die Fraktion DIE LINKE hatte einen Antrag „Künstliche Befruchtung ermöglichen“ gestellt. Darin fordern sie die Landesregierung auf, eine Bundesratsinitiative für eine Änderung von § 27a des SGB V sowie zur hierdurch erforderlichen Erhöhung des Bundeszuschusses für die gesetzliche Krankenversicherung zu ergreifen. Außerdem fordern sie die Rücknahme gekürzter Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung bei künstlichen Befruchtungen, die Einbeziehung eingetragener Lebenspartnerschaften und den Verzicht auf eine strikte Altersbegrenzung für Paare, die Reproduktionsleistungen in Anspruch nehmen.

Landtag: Anhörung “Künstliche Befruchtung ermöglichen” weiterlesen

Tätigkeitsbericht 2010 / 1. Halbjahr 2011

LSVD Schleswig-Holstein: Tätigkeitsbericht 2010 und 1. Halbjahr 2011Für das Bund-Länder-Treffen aller LSVD-Landesverbände mit dem Bundesvorstand hat der LSVD Landesvorstand Schleswig-Holstein einen kurzen Überblick über seine Aktivitäten zusammengestellt. Im Herbst 2010 kam es zu einer Reaktivierung des Vereins. Seitdem haben wir schon eine ganze Menge in die Wege geleitet:

  • Aktuelle Ereignisse in Schleswig-Holstein stellen wir auf unserer Homepage bereit.
  • Wir haben einen Mitgliederrundbrief per Mail, mit dem wir über wichtige Themen informieren.
  • 2011 haben wir einen Workshop Lesbisch im Beruf | Schwul im Beruf durchgeführt, zu dem wir eine Anwältin eingeladen hatten, die auf Antidiskriminierungsrecht spezialisiert ist.
  • Mit dem LSVD Hamburg haben wir im August 2011 zur Veranstaltung anlässlich des 10. Geburtstag des Lebenspartnerschaftsgesetzes eingeladen.

Tätigkeitsbericht 2010 / 1. Halbjahr 2011 weiterlesen

Fachtag Spielräume und Stolpersteine in der (Sexual-)Pädagogik

am 16. November 2011 findet der 9. Fachtag Sexuelle Orientierungen

Spielräume und Stolpersteine in der (Sexual-)Pädagogik

– zwischen Bildungsauftrag und Lebenswelten –

in der Jugend Akademie in Bad Segeberg statt.

Liebestolle Seminarteilnehmer_innen, ein beleidigender (sexualisierter) Sprachgebrauch, Strippoker, Ausgrenzungen aufgrund unterschiedlicher Lebensgewohnheiten, Nacktfotos auf Handys, Fragen zum Intimleben von Pädagog_inn_en, die Diskussion um Sexualpraktiken während des Essens, Ekelattacken bei Körpergerüchen und Deodüften….
Für Fachkräfte, hauptamtliche und ehrenamtliche, entstehen Unsicherheiten im fachlichen Umgang. So etwas passiert in der Praxis, die wenigsten sind darauf vorbereitet.

Fachtag Spielräume und Stolpersteine in der (Sexual-)Pädagogik weiterlesen

L-Filmnacht am 23.9., Kiel

Gigola
Laure Charpentier. F 2010. 102 Min. Mit Lou Doillon, Eduardo Noriega Rosa Linse präsentiert: die L-Filmnacht Rosa Linse
23. September // Fr // 20:30 // Kinosaal

Rosa Linse – mit HAKI e.V. und AStA der CAU

1963 am Place Pigalle, im Herzen des berühmt-berüchtigten Vergnügungsviertels: Hier, in einem Cabaret Féminin, trifft sich die Pariser Halbwelt; Transen und Prostituierte, Femmes und Garconnes. Georgia, genannt Gigola,  verzaubert mit dem unwiderstehlichen Charme und den geschliffenen Manieren eines Dandys einsame Millionärinnen und lebenshungrige Straßenmädchen gleichermaßen. Doch hinter der schönen Fassade versteckt Gigola ein gebrochenes Herz… Das Regiedebüt von Laure Charpentier basiert auf ihrem gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1972, der sofort der Zensur zum Opfer fiel. Erst 30 Jahre später, im Jahr 2002, wurde er wieder aufgelegt und jetzt von seiner Autorin als Film umgesetzt. Als Hommage an die lesbische Garçonne weiß er, das Lebensgefühl der Demimonde, des „Milieus“ der 60er-Jahre mit viel Stil und Gefühl zu vermitteln und erinnert dabei auch an Klassiker wie Mädchen in Uniform oder die Vita von Colette.

Link: Vorstellung des Films beim Kommunalen Kino Kiel

Gay-Filmnacht am 19.9., Kiel

Contracorriente – Gegen den Strom
Javier Fuentes-León. Peru/Kolumbien/F/D 2010. 100 Min. OmU Rosa Linse präsentiert: die Gay-Filmnacht Rosa Linse
19. September // Mo // 20:30 // Kinosaal

Rosa Linse – mit HAKI e.V. und AStA der CAU

Miguel und Maria sind ein glückliches Paar, frisch verheiratet, ein Kind wird erwartet. In seinem Dorf ist Miguel als Fischer ein angesehenes Mitglied der Gemeinschaft. Ein perfektes Idyll, wäre da nicht der Mann aus der Stadt, ein Maler, mit dem sich Miguel immer wieder trifft. Die Dorfbewohner ahnen, der Zuschauer sieht es: Santiago und Miguel sind auch ein Paar, wenn auch ein heimliches. Doch ein Schicksalsschlag stört die Idylle – und fügt sie auf ganz neue, unerwartete Weise wieder zusammen. Ein Film mit einem großen Herzen, inszeniert in wunderbaren Bildern, eine universelle Geschichte von unterdrücktem Begehren, Leidenschaft und wahrer Liebe.

Link: Vorstellung des Films auf der Seite des Kommunalen Kinos Kiel

Regenbogenkinderfest in Hamburg am 11.9.

ILSE, die Intiative lesbischer und schwuler Eltern im LSVD, lädt in Hamburg zum 1. Hamburger Regenbogenfest ein!

ILSE (Initiative lesbischer und schwuler Eltern) u.a., die sich monatlich im mhc magnus hirschfeld zentrum trifft, feiert ein Fest für alle Kinder mit ihren lesbischen und/oder schwulen Eltern.

Es gibt einen bunten Nachmittag mit Kinderschminken, tollen Spielen und selbst gebackenem Kuchen.
Friends are welcome!

 

 

Sonntag, 11. September
14.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Café & Culturhaus Sternchance (U/S Sternschanze/ U Schlump)
Schröderstiftstraße 7
20146 Hamburg

Link zu ILSE Hamburg

Familienseminar für lesbische Mütter, schwule Väter …

Unter dem Motto “Regenbogenfamilien eine neue Familienform: Herausforderungen & Gestaltungsräume” lädt der LSVD ein zum achten Familienseminar für lesbische Mütter, schwule Väter und solche, die es werden wollen.

Es findet vom 30. September bis zum 02. Oktober 2011 im “Haus am Pichelsteiner See” in Berlin (Spandau) statt.

“Regenbogenfamilien” haben sich als eigenständige Familienform etabliert, wie Eineltern- oder Patchworkfamilien. Eine junge unkonventionelle Familienform zu sein, bietet Nachteile, aber auch Vorteile:

Für Familienmodelle, die dem Vater-Mutter-Kind(er)-Konzept nicht entsprechen, gehört es zum Alltag, immer wieder mit klassischen Familien- und Rollenkonzepten verglichen zu werden. Problematisch wird das Abweichen von klassischen Familienstrukturen immer dort, wo die “Nicht-Anwesenheit” eines Elternteils als Defizit bewertet und vermittelt wird. Gerade Regenbogenfamilien sehen sich hier mit etlichen Vorbehalten gegenüber ihrer Familienform konfrontiert, die die rechtliche wie gesellschaftliche Ungleichbehandlung fördern.

Familienseminar für lesbische Mütter, schwule Väter … weiterlesen

Homosexualität und Familien – Unterstützung für Fachpersonal

Start des neuen LSVD-Projektes
“Homosexualität und Familien – eine Herausforderung für familienbezogenes Fachpersonal”

(04.07.11) Am 1. Juli 2011 startet das neue LSVD-Projekt “Homosexualität und Familien”.  Das dreijährige Modellprojekt bietet Unterstützung für Fachpersonal und Institutionen der Sozialen Arbeit mit Familien an, um Familienmitglieder bei Fragen und Problemen im Umgang mit homosexuellen Angehörigen zu beraten und den familiären Zusammenhalt zu stärken.

Ermöglicht wird das Projekt durch die Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Damit unterstützt das BMFSFJ die Einbindung des Themas in die familien- und gesellschaftspolitische Debatte und fördert eine bedarfsgerechte Qualitätssteigerung im Beratungssektor.

In den vergangenen Jahren hat sich eine große Zahl von Unterstützungsangeboten für Homosexuelle etabliert. Coming-Out und Homosexualität eines Familienmitgliedes stellen jedoch das gesamte Familiensystem vor Herausforderungen. Das ist in drei familiären Konstellationen besonders deutlich: in Familien mit dem späten Coming-Out eines Elternteils, in Regenbogenfamilien aus der Perspektive der heterosexuellen Großeltern und in Migrationsfamilien.

In bestehenden Strukturen der Familienberatung, -bildung und Hilfe zur Erziehung fehlt es an Signalen für die Offenheit gegenüber der Thematik. Zudem wird das familienbezogene Fachpersonal weder in Aus- noch in Fort- und Weiterbildung praxisnah auf diese professionellen Anforderungen vorbereitet. Die bestehenden Strukturen und Einrichtungen sollen daher dabei unterstützt werden, sich zu öffnen und sich des Themas “Homosexualität und Familien” qualifiziert anzunehmen.

Mit dem Projekt “Homosexualität und Familien” bietet der LSVD für die Laufzeit von drei Jahren praxisnahe Qualifizierungsmodule für Fachpersonal an, lädt Fachstrukturen und -verbände zu Austausch, Vernetzung und verstärkter Kooperation ein. Das Projekt ist in Köln angesiedelt und ist bundesweit tätig.

Das Projektteam steht für Anfragen und Kooperationen zur Verfügung.

Kontakt: Ilka Borchardt, T. (0221) 925961-12, ilka.borchardt@lsvd.de
Kornelia Jansen, T. (0221) 925961-24, kornelia.jansen@lsvd.de

Klaus Jetz
Geschäftsführer
Lesben- und Schwulenverband LSVD
Postfach 10 34 14
50474 Köln
T. (0221) 9259610
lsvd@lsvd.de
www.lsvd.de